Einschulungstrorte {Faultline | Fondant | Ganache | Buttercreme}

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Es gibt Ereignisse, da freue ich mich aus unterschiedlichsten Gründen schon Wochen im Voraus einen Kuchen zu backen. Die Einschulung unseres Sohnes gehörte definitiv dazu und ich bin sehr froh, dass wir uns recht schnell auf eine Torte einigen konnten. Was soll ich sagen, das Kuchenkind hat schon ziemlich genaue Vorstellungen wenn es um Geburtstags- oder eben Einschulungstorten geht. Aber Sohn happy und Blogger happy - in erster Linie aber die Mutter in mir!

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Einen „Faultline-Cake“ wollte ich schon lange mal machen und bin ganz begeistert von der Idee, dies mit der Einschulung zu kombinieren. Die Idee für die Tafeloptik habe ich schon vor einiger Zeit bei Pinterest* entdeckt und die Kombination aus beidem gibt es noch nicht - bis jetzt! Die Torte schaut aufwendiger aus als sie ist und die Mühe lohnt auf jeden Fall. Also, auf gehts in die Küche…

Zutaten für den Vanille-Biskuit

  • 5 Eier

  • 225g Zucker

  • 100ml Buttermilch

  • 100ml Öl

  • 250g Mehl

  • 75g Speisestärke

  • 1 Prise Salz

  • 1 Tl Vanilleextrakt

  • 1 Tl Backpulver

Zutaten für die Schokoladen-Ganache

  • 200g zartbittere Kuvertüre grob gehackt

  • 200g Schlagsahne

Zutaten für die Meringue-Buttercreme

  • 3 Eiweiß (Größe L)

  • 150g feiner Zucker

  • 170g Butter

  • einige Tropfen Lebensmittelfarbe

Zutaten für die Deko

  • Zuckersirup für die Böden (100g Zucker mit 150g Wasser 5 Minuten aufkochen)

  • 100g schwarzer Fondant

  • 150g Fondant und Lebensmittelfarbe für die Stifte und Buchstaben

  • Weiße Lebensmittelfarbe für die Tafelschrift

  • Zuckerperlen

Zubereitung

Zwei bis drei Tage bevor die Torte fertig wird bereite ich die Dekoration, d.h. die Stifte und das ABC zu. Dazu den Fondant auf einer mit Puderzucker und Speisestärke bestäubten Fläche weich kneten, färben und die Motive formen. Die fertige Dekoration nur leicht abgedeckt bei Raumtemperatur trocknen lassen.

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Einen Tag zuvor kommen als nächstes die Ganache und der Boden dran. Für die Ganache die Sahne erhitzen bis sie fast kocht. Die heiße Sahne über die Schokolade gießen, zwei Minuten stehen lassen und dann alles zu einer glatten Creme verrühren. Die Ganache im Kühlschrank, am Besten über Nacht fest werden lassen.

Den Boden von zwei Backformen von 15cm Durchmesser mit Backpapier auslegen und bereit stellen. Die Eier mit dem Zucker und dem Vanilleextrakt sehr lange und sehr schaumig aufschlagen. Während die Eier in der Küchenmaschine aufgeschlagen werden, die trockenen Zutaten in einer Schüssel abwiegen und gründlich mischen. Öl und Buttermilch gemeinsam abmessen und bereit stellen. Den Backofen auf 175°C Umluft vorheizen. Wenn die Eicreme sehr hell und luftig ist, Öl und Buttermilch in einem gleichmäßigen Strahl zur Eicreme geben und die Küchenmaschine nur ganz kurz weiterrücken lassen. Die Küchenmaschine ausschalten und die trockenen Zutaten über den Creme sieben und mit einem Teigschaber vorsichtig, aber gründlich unterheben. Den Teig gleichmäßig in die vorbereiteten Formen füllen und für ca. 35 Minuten im vorgeheizten Ofen backen. Nach einer Stäbchenprobe rausholen und vollständig auskühlen lassen.

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Für die Meringue-Buttercreme die Eier trennen und die Eigelbe anderweitig (z.B. für einen Pudding oder ein Curd) verwenden. Das Eiweiß und den Zucker in einer Metallschüssel unter ständigem Rühren mit einem Schneebesen über einem kochenden Wasserbad auf mind. 65°C erhitzen. Hierbei ist ein Thermometer notwendig. Sobald die Temperatur erreicht ist, das Wasserbad entfernen und das Eiweiß in der Küchenmaschine steif schlagen. So lange weiterschlagen, bis die Masse auf Zimmertemperatur abgekühlt ist, dies kann einige Minuten dauern. Sobald die Meringuecreme Zimmertemperatur hat, die zimmerwarme Butter (das ist wirklich sehr wichtig für das Gelingen der Creme) in drei Portionen unter den Eischnee rühren, bis eine homogene und glatte Creme entstanden ist. Sollte die Creme ausnahmsweise doch ausflocken, kann man sie einfach kurz über dem Wasserbad erwärmen und wieder glattrühren. Falls die Creme zur weiteren Verarbeitung zu weich ist, kann man sie einen Moment im Kühlschrank aufbewahren. Die Creme je nach Vorliebe färben und bereit stellen.

Die Böden mit einem Messer vom Rand der Formen lösen und waagerecht in ca. 2,5 bis max. 3cm hohe Böden durchschneiden. Nun den ersten Boden mit etwas Creme auf einer Tortenpappe fixieren. Den Boden mit 2 El Ganache bestreichen und den nächsten Boden auflegen und ebenso verfahren bis alle Böden verwendet wurden. Die Torte rundherum mit Ganache einstreichen, um die Krümel zu binden. Das Törtchen für ca. 30 Minuten im Kühlschrank fest werden lassen. Anschließend die Torte komplett mit der verbliebenen Ganache umhüllen. Die Seiten, die Kanten und die Oberfläche sollten möglichst glatt sein. Die Torte nun für mindestens eine Stunde im Kühlschrank fest werden lassen.

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Den schwarzen Fondant auf einer mit einer Mischung aus Speisestärke und Puderzucker bestäubten Backmatte dünn ausrollen. Einen Streifen Fondant zurecht schneiden, der sich genau einmal um den Rand der Torte legen lässt. Den Fondant auf der Torte vorsichtig glatt streichen und die Nahtstelle möglichst glätten. Mit einem dünnen Pinsel und der weißen Farbe auf die „Tafel“ schreiben und die Schrift anschließend einen Moment trocknen lassen.

Die Buttercreme mit Hilfe eines Spritzbeutels oben und unten auf die Torte spritzen, ebenso eine dünne Schicht oben auf der Torte verteilen. Die Buttercreme nun am Rand glätten, so dass oben und unten eine glatte Oberfläche entsteht, in der Mitte die „Tafel“ aber sichtbar bleibt. Die übrige Creme dekorativ auf die Torte spritzen und alles mit der Fondantdekoration und den Zuckerstreuseln dekorieren.

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Die Torte bis eine halbe Stunde vor dem Verzehr kühl stellen und möglichst frisch genießen. Statt Rechenaufgaben und ABC-Übungen kann man wunderbar Geburtstagsglückwünsche auf der „Tafel“ verfassen und in Handumdrehen statt der Einschulungs- eine Geburtstagstorte zaubern.

Ich wünsche euch viel Freue mit dem Rezept und eine gute (Kuchen-)Zeit!

Eure Tine

* Der Beitrag enthält Werbung ohne Auftrag.

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