Blaubeer-Eistorte {Tonka | Blaubeere | Zitrone | Meringue}

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Mit dem Rezept für diese oberleckere und hübsche Eistorte melde ich mich aus meiner Sommerpause zurück. Die letzten Wochen waren in vielerlei Hinsicht sehr ereignisreich, so dass ich mich recht spontan zu einer kleinen Blog-Pause entschlossen habe.

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Umso mehr freue ich mich nun wieder da zu sein und habe eine ganze Menge neuer Rezepte und Ideen im Gepäck. Aber zuallererst gibt es das Rezept für die Blaubeer-Eistorte. Inzwischen bin ich ein absoluter Eistortenfan, denn sie lassen sich prima vorbereiten und sind gerade bei warmen Temperaturen eine tolle Alternative zu klassischem Gebäck. Obendrein machen sie die Eis Fans in meiner Familie glücklich - und davon haben wir hier jede Menge ;-)

Zutaten für den Tonkaboden

  • 4 Eier

  • 180g Zucker

  • Abrieb von 1/4 Tonkabohne

  • 80ml Milch

  • 60g Speisestärke

  • 120g Mehl

  • 50g gehobelte geröstete Mandeln

  • 1 Prise Salz

Zutaten für das Erdbeereis

  • 375g Blaubeeren

  • 1 El Zucker

  • 100g weiße Schokolade

  • 1 Dose gezuckerte Kondensmilch

  • Saft 1/2 Zitrone

  • 250g Schlagsahne

Zutaten für die Meringue und die Dekoration

  • 2 Eiweiß

  • 100g Zucker

  • Blaue Lebensmittelfarbe

  • Baisers mit Zuckerstreuseln

  • Essbare Blüten

Zubereitung

Die Blaubeeren mit dem Zucker in einem Topf aufkochen und unter ständigem rühren einige Minuten einkochen. Die Blaubeeren in eine Schüssel füllen und auskühlen lassen. Für die Böden den Backofen auf 175°C Ober-Unter-Hitze vorheizen und die Böden von zwei runden Formen mit 15cm Durchmesser mit Backpapier auslegen. Die Eier trennen und die Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Sobald die Masse zu Eischnee wird, langsam 1/3 des Zuckers dazu geben und solange weiter schlagen, bis ein fester, glänzender Schnee entstanden ist. Den Eischnee zur Seite stellen und die Eigelbe mit dem übrigen Zucker und dem Abrieb der Tonkabohne in einer zweiten Schüssel schaumig schlagen. In einem gleichmäßig dünnen Strahl die heiße Milch dazu geben. Vorsicht, nicht zu schnell rühren, denn dann spritzt es. Sobald die Eigelbe ebenfalls sehr schaumig und die Masse blassgelb ist, die Küchenmaschine oder den Handmixer ausschalten. Nun mit einem Teigschaber 1/3 des Eischnees auf die Eigelbmasse geben, die Mehl- und Speisestärke-Mischung darüber sieben und alles vorsichtig unterheben. Den übrigen Eischnee ebenso unterziehen und zum Schluss die gerösteten Mandelsplitter. Den Teig in die vorbereiteten Formen füllen und für ca. 35 Minuten im Ofen backen. Nach einer geglücktes Stäbchenprobe die Böden aus dem Ofen holen und vollständig in den Formen auskühlen lassen.

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Für die Eiscreme die Sahne steif schlagen. Die Kondensmilch mit dem Zitronensaft im Mixer einige Minuten aufschlagen. 2/3 des Blaubeerkompotts zur Kondensmilch geben und unterrühren. Die Sahne vorsichtig unterziehen und alles in einer Eismaschine gefrieren. Das dauert bei mir ca. 30-40 Minuten. Die weiße Schokolade fein hacken und zusammen mit dem übrigen Kompott zur schon gefrorene Eismasse geben.

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Aus dem Biskuit drei gleichmäßige Böden schneiden und den ersten in die Springform legen. Ich habe den Rand der Form mit Azetat-Folie ausgelegt, dann lässt sich die Torte später leichter aus der Form heben. Ca. 1/2 der Eiscreme auf den Boden füllen, den zweiten auflegen, leicht fest drücken und den Rest der Eiscreme darauf verteilen. Den letzten Boden auf die Eiscreme legen und die Torte für mindestens vier Stunden besser über Nacht einfrieren. Die übrigen Böden für eine zweite Eistorte oder Cakepops verwenden.

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Den Zucker mit dem Eiweiß über einem Wasserbad unter ständigem Rühren auf ca. 65°C erhitzen und anschließend in der Küchenmaschine zu festen Schnee aufschlagen. Das dauert ca. 15 Minuten. Den Schnee mit etwas Lebensmittelfarbe einfärben, so dass eine leichte Marmorierung zu erkennen bleibt. Die Torte aus dem Gefrierfach holen, den Schnee rundherum auf der Torte verteilen und mit einem Flambierer vorsichtig abflämmen. Die Torte ist so kalt, dass man in Ruhe arbeiten kann. Mit Baisers und Blüten dekorieren und möglichst frisch genießen. 

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Schaut sie nicht großartig aus? Von den Farben kann ich einfach nicht genug bekommen! Lasst euch von diesem köstlichen Törtchen erfrieschen und habt eine wundervolle (Kuchen-)Zeit! 

Eure Tine

Pavlova {Baiser / Vanille / Quark / Beeren / Grenadine}

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Baisers sind für mich eine absolute Kindheitserinnerung. (Viel zu) süß, knusprig und zartschmelzend zugleich. Wenn ich meine Augen schließe umgibt mich ein wohliges Gefühl von Leichtigkeit und Geborgenheit. Warum das so ist weiß ich selbst nicht genau. Weil sie aber unfassbar süß sind, habe ich sie vor vielen Jahren aus den Augen verloren und erst kürzlich wiederentdeckt. Heute mag ich Baisers am Liebsten mit Begleitern, die die Süße "bändigen" und ihr säuerliche und fruchtige Aromen entgegensetzen. Zwar gehört auf den Baiser im Originalrezpt für Pavlova's Sahne und auch die Briten schwören beim Eaton Mess auf sahnige Begleiter, aber ich finde das braucht es nicht. 

Darum toppe ich meine Pavlova's in diesem wunderbaren Rezept mit eine Joghurt-Quarkcreme die ganz ohne Zucker auskommt. Darauf kommt frisches Obst und ein wenig Krokant oder geröstete, gehackte Kerne. Wer mag verziert alles mit etwas Grenadine was hübsch ausschaut, geschmacklich aber nicht notwendig ist. Lasst euch verzaubern von dieser ausgewogenen, knackigen und herrlich fruchtigen Schönheit. Nicht nur für den kurzentschlossenen Besuch sind sie ideal sondern auch für den spontanen Appetit auf etwas Süßes. 

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Zutaten für den Baiser

  • 160g Zucker
  • Eiweiß von drei großen Eiern oder 108g Eiweiß z.B.: Pumperlgsund
  • 1 Prise Salz

Zutaten für das Topping

  • 250g Margerquark
  • 250g Naturjoghurt
  • 250g Beeren je nach Saison
  • geröstet und gehackte Kerne oder Krokant

Zubereitung

Den Backofen auf 90C Umluft vorheizen. Das Eiweiß mit der Prise Salz in der Küchenmaschine steif schlagen. Sobald es Blasen hat und weißlich wird den Zucker einrieseln lassen und ca. 12 Minuten auf höchster Stufe zu festem Schnee schlagen. Aus dem Baiser mit Hilfe eines Löffels 6 Böden auf einem Backblech formen. Der Rand sollte jeweils etwas höher sein und die Böden jeweils eine Vertiefung in der Mitte haben. Für 90-120 Minuten im Ofen trocknen lassen. Die Pavlova's sollten nicht braun werden. 

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Auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. Quark und Joghurt glatt rühren und auf die Baiserböden geben. Die Beeren waschen und verlesen, evtl. klein schneiden. Auf der Quarkcreme dekorieren und mit Kernen bestreuen. Wer mag verziert die Pavlova's mit einigen Tropfen Grenadine.

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Baiser lässt sich gut auf Vorrat zubereiten und bleibt in einem luftdichten und geschlossenen Gefäß einige Tage und Wochen haltbar. 

Habt viel Freude mit diesem Rezept und hoffentlich wunderbare Kindheitserinnerungen. Ich wünsche euch eine gute (Kuchen-)Zeit! 

Eure Tine

 

Rhabarber-Wölkchen {Tartlet / Baiser / Quark / Rhabarber}

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Endlich ist er wieder da: Rhabarber! Pur sind wir zwar noch keine Freunde geworden, aber mit ein paar Begleitern kann ich mir den Frühling inzwischen nicht mehr ohne Rhabarber vorstellen. Diese kleinen Tartlets sind ein wunderbarer Einstieg in die Saison: knusprig süßer Boden, fruchtig herbes Rhabarber-Kompott, wahlweise mit Erdbeeren versüßt, locker sahnige Quarkcreme und süße Baisers - ich glaub ich bin auf Wolkesieben. 

Da fällt auch die Rückkehr aus dem Urlaub in den Alltag gar nicht mehr schwer! 

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Zutaten für die Tartlets

  • 200g Mehl
  • 100g feiner Zucker oder Rohrohrzucker
  • 100g Butter
  • 1/2 Ei (Größe M)
  • 1 Prise Salz

Zutaten für das Rhabarber-Kompott

  • 3-4 Stangen Rhabarber
  • 2-3 EL brauner Zucker
  • Mark von 1/2 Vanilleschote

Zutaten für die Quark-Creme

  • 200g Quark Magerstufe
  • 2 EL Reissirup
  • Mark von 1/2 Vanilleschote
  • 100ml Schlagsahne
  • 1Tl San Apart

Zutaten für das Baiser

  • 2 Eiweiß
  • 100g feiner Zucker

Zubereitung

Aus den Zutaten für den Boden rasch einen Mürbeteig zubereiten. Dazu das Mehl mit dem Salz in eine Schüssel geben, die Butter schmelzen und mit dem Zucker separat verrühren. Das halbe Ei unter die Butter rühren und alles zum Mehl schütten. Mit den Händen rasch einen glatten Teig herstellen und diesen für ca. 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Backofen auf 160°C Umluft vorheizen und ein Tartlet-Blech für 12 Tartlets vorbereiten. Den Boden ca. 3-4mm dünn ausrollen, Kreise in der Größe der Tartlets ausstechen und die Formen damit auslegen und mehrmals mit einer Gabel einstechen. Den übrigen Teig anderweitig verwenden. 

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Für das Kompott den Rhabarber putzen und in gleichmäßige Stücke schneiden. Zusammen mit dem Zucker in einem Topf aufkochen und auf mittlerer Flamme weiterköcheln bis die Flüssigkeit weitgehend verdampft ist. Das Kompott auf die Tartlet-Formen verteilen und die Tartlets für ca. 12-15 Minuten im Ofen backen. Der Rand der Formen sollte goldbraun sein. Die Tartlets zuerst in der Form und anschließend auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen

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Für die Quarkcreme die Sahne steif schlagen und alle übrigen Zutaten verrühren. Die Schlagsahne unterheben und die Creme in einen Spritzbeutel füllen. Bis zur weiteren Verwendung im Kühlschrank lagern.

Den Backofen aus 90°C Umluft vorheizen. Die Eiweiße in der Küchenmaschine zu steifem Schnee schlagen. Den Zucker einrieseln lassen, sobald die Eiweißmasse luftig und weißlich wird. Den Schnee sehr steif schlagen, mit etwas Lebensmittelfarbe einfärben und mit einem Spritzbeutel mit Sterntülle Tupfen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech spritzen. Den Baiser im Backofen für ca. 2 Stunden trocknen.

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Schauen sie nicht köstlich aus, diese kleinen Schönheiten? Ich bin ganz verliebt und werde sie heute bestimmt nicht zum letzten Mal backen. Alternativ kann statt des Rhabarbers auch anderes säuerliches Obst für dieses Rezept verwendet werden. Habt eine köstliche (Kuchen-)Zeit. 

Eure Tine