Donau-Cupcake {Kirsche / Schokolade / Vanille / Meringue}

 

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Wer liebt sie nicht: Donauwellen? Diese Cupcakes sind eine Homage an das beliebte Gebäck und in der Herstellung sind sie nicht ganz so schwierig wie das Original. Der Teig ist rasch hergestellt, während die Muffins backen kommt die Meringue-Buttercreme dran und nachdem die Küchlein gefüllt sind, werden sie mit geschmolzener Schokolade dekoriert. Ich kann sie euch nur wärmstens ans Herz legen, bei uns waren sie in kürzester Zeit verputzt!  

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Zutaten für die Muffins

  • 180g Mehl
  • 80g Zucker
  • 1 gestr. Tl Natron
  • 1 Tl Backpulver  
  • 1 Prise Salz
  • 3 Eier
  • 100ml Öl
  • 1 El Joghurt
  • 1 Tl Vanilleextrakt  
  • 50g geschmolzene Schokolade
  • 1 El Joghurt
  • 1 Glas Süßkirschen (abgetropft) 

Zutaten für die Meringue-Buttercreme

  •  2 Eiweiß (Größe L)
  • 100g feiner Zucker
  • 125g zimmerwarme Butter

Zutaten für die Dekoration  

  • 50g geschmolzene Schokolade

Zubereitung

Ein Muffinblech mit Papier- oder Silikonförmchen auslegen. Das Rezept reicht für ca. 11 Cupcakes. Den Backofen auf 175°C Umluft vorheizen. Die trockenen Zutaten in einer Schüssel gut vermischen. Die feuchten Zutaten mit Ausbahme der Schokolade, einem El Joghurt und der Kirschen mit einem Schneebesen verrühren. Die Creme zu den trockenen Zutaten geben und alles zu einem glatten Teig verrühren. Jeweils einen gehäuften Teelöffel vom Teig in jede Muffinmulde füllen und nun die Schokolade und den Joghurt unter den verbleibenden Teig rühren. Den Schokoteig auf dem weißen Teig verteilen und alles kurz mit einer Gabel marmorieren. Je Form drei Kirschen in den Teig drücken und die Muffins für ca. 15-18 Minuten backen. Die Muffins anschließend aus der Form holen, auskühlen lassen und einen Deckel abschneiden. 

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Während die Muffins im Backofen sind, die Meringue-Buttercreme zubereiten. Dazu die Eier trennen und die Eigelbe anderweitig (z.B. für einen Pudding oder ein Curd) verwenden. Das Eiweiß und den Zucker in einer Metallschüssel unter ständigem Rühren mit einem Schneebesen über einem kochenden Wasserbad auf mind. 65°C erhitzen. Hierbei ist ein Thermometer notwendig. Sobald die Temperatur erreicht ist, das Wasserbad entfernen und das Eiweiß in der Küchenmaschine steif schlagen. So lange weiterschlagen, bis die Masse auf Zimmertemperatur abgekühlt ist, dies kann einige Minuten dauern. Sobald die Meringuecreme Zimmertemperatur hat, die zimmerwarme Butter (das ist wirklich sehr wichtig für das Gelingen der Creme) in drei Portionen unter den Eischnee rühren, bis eine homogene und glatte Creme entstanden ist. Sollte die Creme ausnahmsweise doch ausflocken, kann man sie einfach kurz über dem Wasserbad erwärmen und wieder glattrühren. Sollte die Creme zur weiteren Verarbeitung zu weich sein, kann man sie einen Moment im Kühlschrank aufbewahren. Die Creme in einen Spritzbeutel füllen und jeweils etwas Creme auf die vollständig ausgekühlten und aufgeschnittenen Muffins spritzen. Die Deckel aufsetzen und mit der geschmolzen Schokolade dekorieren. 

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Lasst sie euch schmecken, mit Freunden, mit der Familie ganz egal, in Gesellschaft sind sie  besonders gut! Habt eine köstliche (Cupcake-)Zeit und viel Freude mit diesem Rezept. 

Eure Tine

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Kirschmuffin {Süßkirsche / Cherry Kiss* / Vanille / Liebe}

 

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Auf die Idee dieser Muffins hat mich das Gewürz Cherry Kiss* von Just Spices gebracht. Es ist eine Mischung aus Kakaonibs und getrockneten Kirschen und aromatisiert den Teig für diese einfachen aber super leckeren Muffins perfekt. Noch ein Hauch Vanille dazu und schon geht es ab in die Papierförmchen. Solange es geht verwende ich Süßkirschen, aber auch mit Sauerkirschen sind die Muffins super lecker. 

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Zutaten für den Teig

  • 3 Eier
  • 140g Rohrohrzucker
  • 1 Tl Vanilleextrakt
  • 2 El Saure Sahne
  • 180g Butter 
  • 180g Mehl
  • 1Tl Backpulver
  • 500g Süßkirschen (gewaschen und geputzt)
  • 3 Tl Cherry Kiss (Just Spices)

Zubereitung

Das Rezept ergibt 12 Muffins, dazu die Mulden eines Muffinbleches mit Papierförmchen auslegen. Den Backofen auf 175°C Umluft vorheizen.

Eier, Zucker und Vanilleextrakt in der Küchenmaschine luftig aufschlagen. Die Butter schmelzen und mit der sauren Sahne verrühren. Beides langsam zur Eiermasse geben und sorgfältig untermischen. Mehl, Backpulver und das Gewürz mischen und unter die Creme heben. Den Teig gleichmäßig auf die Formen verteilen und jeweils zwei bis drei entkernte Kirschen in den Teig drücken. Den Kindern bereitet es eine besondere Freude, wenn ein paar Kirschen noch nicht entkernt sind. Damit es später keine bösen Überraschungen gibt, lasse ich den Stil an diesen Früchten ebenfalls dran. 

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Die Mufins für ca. 15 Minuten backen und nach einer kurzen Zeit aus dem Blech holen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

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Wenn die Kirschsaison vorüber ist, schmecken die Muffins auch mit Zuckeraprikosen sehr gut. In diesem Fall würde ich allerdings auf das Gewürz verzichten. Kirschen aus dem Glas gehen natürlich auch. Lasst es euch schmecken und setzt eurer Phantasie keine Grenzen. Habt eine gute (Kuchen-)Zeit. 

Eure Tine

*Werbung ohne Auftrag weil Nennung eines Produktes und einer Firma

Kirsch-Granola {Kirschen | Flocken | Nüsse | Sirup}

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Seit wir unser erstes Granola selbst gemacht haben, sind wir alle süchtig danach. Kaum noch ein gekauftes Müsli kommt bei uns auf den Tisch. Warum? Granola schmeckt uns einfach besser als "normales" Müsli, es selber zu machen ist nicht viel Arbeit, die Möglichkeiten sind grenzenlos und es ist großartig somit die Zuckermenge zu regulieren und die Zutaten selbst bestimmen zu können. Für mich als Allergikerin hat selbst gemachtes Granola zudem den großen Vorteil, dass wirklich nur das rein kommt, was ich vertragen und natürlich was uns allen schmeckt.

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Die Variante, die ich euch heute vorstelle hat eine Zutat, die nicht ganz einfach zu bekommen ist: getrocknete Kirschen. Wann immer mir ein paar Packungen über den Weg laufen kaufe ich so viele wie möglich und horte sie im Vorratskeller. Zum Beispiel für dieses wunderbare Müsli. 

Zutaten

  • 300g Haferflocken oder gemischte Getreideflocken

  • 200g Cashewkerne

  • 200g Haselnüsse

  • 100g Mandeln gehobelt

  • 150g gemischte Kerne (z.B.: Pinien-, Sonnenblumen- und Kürbiskerne)

  • 300g getrocknete Kirschen (alternativ Cranberries oder eine Mischung aus Kirschen und Cranberries)

  • 90g Kakaonibs

  • 70g Amaranth gepoppt

  • 100g neutrales Öl (Kokos oder Rapsöl)

  • 100g Honig oder eine Mischung aus Argaven- und Reissirup

Zubereitung

Den Backofen auf 175°C Umluft vorheizen. Haselnüsse und Cashewkerne in einer Pfanne ohne Fett rösten und grob hacken. Haferflocken, Mandeln, Kerne und gehackte Nüsse mit den gehackten Kakaonibs und dem Amaranth mischen. Honig und Fett erwärmen, bis beides flüssig ist. Dann den Honig und das Fett gründlich unter die trocken Zutaten mischen, bis alles benetzt ist. Die Mischung auf ein oder zwei mit Backpapier ausgelegte Bleche verteilen und im Backofen ca. 25 Minuten (bzw. bis alles goldbraun ist) backen. Zwischendurch regelmäßig wenden, damit alles gleichmäßig gebacken wird und rösten kann.

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Das Granola auf dem Blech auskühlen lassen und anschließend die gehackten Kirschen untermischen. Das fertige und vollständig ausgekühlte Granola in einem Vorratsglas oder einer Dose trocken lagern und alsbald verbrauchen.

Je nach Geschmack, mit Obst, Joghurt, Milch oder Saft ist das Granola ein gesundes und leckeres Frühstück für die ganze Familie. Lasst es euch schmecken und habt eine gute (Müsli-)Zeit!

Eure Tine

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P.S.: Extra für euch habe ich einen Kalorienrechner angeworfen: das Rezept ergibt ca. 1,5kg Müsli und eine Portion von 70g Granola hat ca.

  • 357 Kalorien

  • 23,4g Fett

  • 26,5g Kohlehydrate

  • 11,3g Zucker

Kirsch-Schokomuffins {Schokolade / Kirschen / Liebe}

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Kaum ist St. Martin rum, fühlt es sich gleich nach Winter an und auch Weihnachten kommt mit großen Schritten auf uns zu. Wir hören inzwischen die ersten Weihnachtslieder und haben auch schon die Weihnachtsbücher meines Großen hervorgeholt. Die Bücher verschwinden kurz nach Weihnachten wieder und es herrscht dann große Freude, wenn ich sie dann irgendwann im November des nächsten Jahres wieder raushole.  

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Auch der erste Stollen liegt bereits seit einigen Tagen im Keller, um noch ein bisschen durchzuziehen und die Liebsten warten sehnsüchtig darauf, dass er angeschnitten und probiert werden kann. Aber bevor ich hier mit den Weihnachtsvorbereitungen so richtig starte, brauche ich nochmal etwas nicht Weihnachtliches. Diese Kirsch-Schokomuffins sind da genau das Richtige! Saftiger Schokoladenteig mit Kirschen, die wir im Sommer frisch geerntet und direkt eingefroren haben. Alternativ könnt ihr natürlich auch Kirschen aus dem Glas verwenden, die ihr zuerst gründlich abtropfen lasst. Am Liebsten verwende ich für dieses Rezept Süßkirschen, denn diese harmonieren besonders gut mit der leicht bitteren Note der Schokolade.

Zutaten für die Muffins

  • 3 Eier
  • 200g brauner Zucker
  • 100ml Öl
  • 150g Naturjoghurt
  • 150g Zartbitterschokolade (60 - 70 % Kakaoanteil)
  • 300g Mehl
  • 80g Kakao
  • 1 TL Natron
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • ca. 500g Süßkirschen (gewaschen und entsteint) 

Zubereitung 

Etwa 16 Mulden von zwei Muffin-Blechen mit Papierförmchen auslegen. Den Backofen auf 150°C Ober-Unter-Hitze vorheizen.

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Die Eier mit dem Zucker in der Küchenmaschine oder mit einem Handmixer zu einer luftigen Creme aufschlagen. Öl, Joghurt und die geschmolzene, aber wieder auf Zimmertemperatur abgekühlte Schokolade mischen und alles in einem dünnen Strahl zu der Eiermasse geben. Dabei weiter rühren.  Alles sollte gründlich vermischt sein, aber nicht zu lange rühren, sonst geht die Luft wieder aus der Masse raus. Zum Schluss kommen die trockenen Zutaten hinzu. Dabei nur so lange rühren, bis sich alles gerade gut miteinander vermischt hat.

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Den Teig 2/3-hoch in die vorbereiteten Muffin-Mulden verteilen und jeweils ein paar Kirschen in den Schokoladenteig drücken. Die Muffins ca. 20 Minuten backen. Nach einer Stäbchenprobe aus dem Backofen nehmen, kurz in der Form und anschließend auf einem Gitter auskühlen lassen.

Nach Geschmack kann man die Muffins mit Puderzucker oder etwas geschmolzener Schokolade dekorieren.

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Das Rezept ist schnell zubereitet, so dass es sich auch für spontanen Besuch am Wochenende eignet. Habt einen schönen Sonntag, ihr Lieben und eine gute (Kuchen-)Zeit!

Eure Tine

Kirschkuchen mit Pistazienstreuseln {mein Beitrag zum #Knuspersommer}

Der fertige Kirschkuchen mit Pistazienstreuseln

Der fertige Kirschkuchen mit Pistazienstreuseln

Der Liebste hat sich einen Streuselkuchen mit Obst gewünscht. Ist doch klar, dass ich mir diese Gelegenheit nicht entgehen lasse und in meine Backstube eile um ihm diesen Wunsch zu erfüllen. 

Ich bin momentan ein großer Fan der süßen, prallen und tief roten Kirschen, die es überall zu kaufen gibt! Und weil der Liebste Obstkuchen allen anderen Kuchen vorzieht und höchstens eine Schicht Streusel über dem Obst akzeptiert, muss es ein Kirschstreusel sein. Die Kombination von Kirschen und Schokolade ist einfach großartig und darum gebe ich noch ein paar zartbittere Schokoladentropfen in den Rührteig. Fehlen also nur noch die Streusel. Ich hab vor ein paar Tagen Pistazien gekauft, mit denen wollte ich schon immer mal backen. Also steht der Kuchen nun: Kirschkuchen mit Pistazienstreuseln für den Liebsten. :)

Das perfekte Rezept für die Aktion "Knuspersommer", den die wunderbare Sarah auf ihrem Blog veranstaltet. Schaut doch mal vorbei, das Knusperstübchen ist wirklich ein toller Blog!

Knuspersommer - eine Aktion von Sarah

Knuspersommer - eine Aktion von Sarah

Zutaten für den Boden

  • 375g Butter
  • 260g Zucker
  • 2 Päckchen Vanillezucker
  • 375g Eier (ca. 6 Stück) 
  • 150ml Buttermilch
  • 1 Päckchen Vanillearoma (oder ca. 1/2 EL)
  • 375g Mehl
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • 100g Schokoladentropfen
  • 1 Prise Salz

Zutaten für den Belag

  • 1kg reife Süßkirschen
  • Puderzucker zum Bestäuben des fertigen Kuchens

Zutaten für die Streusel

  • 150g Mehl
  • 80g Muscovado-Zucker
  • 120g geröstete und gemahlene Pistazienkerne
  • 1 Prise Salz
  • 120g Butter
Ein Teller voller Liebe

Ein Teller voller Liebe

Zubereitung

Heute geht es ganz fix, ihr werdet sehen! Ist ein prima Rezept wenn sich spontan für den Nachmittag Gäste ankündigen oder einfach wenig Zeit ist. Ich hole also Butter, Eier und die benötigte Menge Buttermilch aus dem Kühlschrank und lasse sie Zimmertemperatur annehmen. Dann lege ich die Fettpfanne von meinem Backofen mit Backpapier aus und heize den Ofen auf 160° C Umluft vor.  

Zutaten

Zutaten

Aus den Zutaten bis zu den Kirschen einen Rührteig zubereiten. Dazu die weiche Butter mit dem Zucker und dem Vanillezucker schaumig rühren. Nach und nach die Eier zugeben und jeweils sehr gründlich unterrühren. Die Buttermilch und das Vanillearoma untermischen und zum Schluss, nur ganz kurz die trockenen Zutaten dazu geben. Das Mehl sollte nicht  zu lange untergerührt werden, denn sonst wird der Teig klietschig. Noch rasch die Schokoladentröpfchen zum Teig geben und fertig ist der Boden für meinen Streuselkuchen. Der Boden eignet sich auch prima für Torten! 

Die Kirschen waschen, verlesen und von ihren Kernen befreien. Ein Kirsch-Entkerner ist hier sehr (!!) empfehlenswert, zur Not klappt es aber auch mit einem Küchenmesser. Als nächstes kommen die Streusel dran.

Zutaten für die Streusel

Zutaten für die Streusel

Die Pistazien habe ich in einer Pfanne ohne Fett geröstet und - nachdem sie abgekühlt waren - in meinem Blitzhacker fein gemahlen. Zusammen mit dem Muscovado-Zucker (das ist ein dunkler Roh-Rohrzucker mit starker Karamell-Note), dem Mehl, dem Salz und der Butter rasch mit den Fingern zu einem krümeligen Teig verarbeiten.

Der Teig kommt auf das Backblech und die Kirschen dürfen es sich oben drauf gemütlich machen

Der Teig kommt auf das Backblech und die Kirschen dürfen es sich oben drauf gemütlich machen

Nun gebe ich den Rührteig auf mein vorbereitetes Backblech, verteile die Kirschen darüber und bestreue anschließend alles mit dem Streuselteig. Yummy, das schaut schon ganz schön lecker aus. 

...noch die Streusel obendrauf

...noch die Streusel obendrauf

Dann ist mein Kuchen bereit für den Backofen. Nach ca. 35 Minuten, ich mache immer eine Stäbchenprobe, kann der Kuchen raus. Es duftet schon ganz wunderbar. Jetzt muss ich mich nur noch ein bisschen gedulden, bis der Kuchen etwas abgekühlt ist.

Ein fertiges Stückchen Kuchen

Ein fertiges Stückchen Kuchen

Den Streuselkuchen in Stücke schneiden, mit Puderzucker bestäuben und noch lauwarm genießen. Habt viel Spaß beim Nachbacken, einen schönen Knuspersommer - danke, liebe Sarah für die schöne Aktion - und eine gute (Kuchen-)Zeit!

Reiseproviant und Seelenfutter für die Daheimgebliebenen

Weil ZeitfürKuchen, das heißt natürlich, weil ich noch lange nicht genug gelernt habe rund um die Zauberei süßer Köstlichkeiten, ging es am Samstag nach München. Der Tortendekorationskurs, den ich besuchen durfte, war ein Geschenk vom Liebsten zum Geburtstag. Toll, oder? München, du wunderschöne Stadt, meine alte Heimat, meine Liebe – du besonderes Fleckchen Erde wirst immer einen Platz in meinem Herzen haben und ich habe mich riesig gefreut, dich nach so langer Zeit einmal wieder zu sehen.

Kennt ihr das auch, reisen macht hungrig? Ganz egal wie gut ich zuvor gegessen habe, wenn ich im Auto, Zug oder Flugzeug unterwegs bin, kommen die kleinen Hungermonster an mein Ohr und flüstern mir Köstlichkeiten ein, so dass ich meist nicht lange widerstehen kann und etwas naschen oder knabbern muss. Verglichen mit Postkutschen-Zeiten ist es zwar ein Katzensprung, aber ein bisschen vorsorgen werde ich darum wohl müssen.  

Und dann sind da ja auch noch die Daheimgebliebenen, die unbedingt ein bisschen Seelenfutter brauchen – genug Gründe also, um ein paar Biscuits zu backen. Ideal als Proviant und als kleine Seelentröster zwischendurch, ganz egal wo sie genossen werden.

Cynthia Barcomi macht wunderbare Biscuits, ich bin immer wieder ganz begeistert. Sie lassen sich fix herstellen und schmecken wunderbar. Ideal also für mein aktuelles Backvorhaben. In der "Lecker Bakery - Special 2013 - No 3" werden die Rezepte mit einer ausführlichen Anleitung von Cynthia vorgestellt. Ich habe das Rezept der Schokoladen-Kirsch-Biscuits leicht abgewandelt.

Zutaten

  • 100 g Zartbitterschokolade (ich habe Schokotropfen verwendet)
  • 100 g getrocknete Früchte gemischt mit Nüssen (jeweils grob gehackt)
  • 1 Bio Orange (die abgeriebene Schale davon)
  • 150 ml kalte Buttermilch
  • 1 Päckchen Vanille-Extrakt
  • 200 g Mehl + etwas Mehl zum ausrollen
  • 80 g Speisestärke
  • 35 g Muscovado Zucker
  • 1 Tl Backpulver
  • ½ Tl Natron
  • ½ Tl Salz
  • 125 g kalte Butter (ich habe Joghurtbutter verwendet, die Butter sollte kleingewürfelt sein)

Zubereitung

Zuerst lege ich zwei Backbleche mit Backpapier aus und heize den Backofen auf 175°C Umluft vor. Da die Zutaten rasch zu einem Teig verarbeitet und dabei möglichst kalt bleiben sollten, ist es wichtig, alle Zutaten bereits abgewogen und ggf. schon vorgemischt bereit zu stellen.

Genauso gut wie Tröpfchen lässt sich gehackte Schokolade verarbeiten. Diese, ebenso wie die Nüsse und das Trockenobst, vorbereiten und zur Seite stellen. Anschließend die trockenen Zutaten von Mehl bis Salz in einer großen Schüssel mischen und ebenfalls bereitstellen. Die kalte Buttermilch mische ich mit dem Vanilleextrakt. Nun die Butter zu den trockenen Zutaten geben und alles rasch mit den Händen grobkrümelig verarbeiten. Cynthia empfiehlt dazu die Fingerspitzen, damit die Biscuits schön locker werden. Das kalte Buttermilchgemisch zu den groben Mehl-Butter-Krümeln geben und alles ganz kurz vermengen. Nur so lange mischen, bis gerade so ein Teig entstanden ist. Nun kommen noch rasch die Schokolade und die Nuss-Trockenobst-Mischung dazu – und schon ist der Teig fertig.

Den Teig auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche mit den Händen zu einer ca. 2 cm dicken Platte flach drücken und mit einem Ausstecher Kekse ausstechen. Diese mit Hilfe einer Palette auf die vorbereiten Backbleche legen und im Ofen für ca. 15 Minuten backen. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen und in Dosen luftdicht verpacken.

Ein paar Biscuits sind in meine Reisetasche gewandert und die übrigen habe ich für die Liebsten in einer Gebäckdose luftdicht verpackt. Alles ist bereit und nun geht es endlich, voller Vorfreude, nach München. Mein Ziel ist Wöllsteins-Desserthaus, in dem die international bekannte Patissière Beate Wöllstein, "passionierten Laien und Profis in einer Vielzahl von Kursen alles, was man zur Herstellung von Desserts und Torten in exzellenter Patisserie-Manier wissen sollte", vermittelt.

Und dann ist es auch schon so weit, Frau Wöllstein begrüßte alle Teilnehmer sehr herzlich und gibt eine  kurze Einführung in das, was wir in den kommenden viereinhalb Stunden vorhaben. Der Kurs heißt „Figuren modellieren“ und konkret lautet die Aufgabe, eine „sitzende Fee auf einem roten Sessel“ zu modellieren! Oh weh, eine echte Herausforderung, ich habe großen Respekt und bin ein bisschen skeptisch, ob meine Fee als solche erkennbar sein wird. Der Raum ist, wahrscheinlich in weiser Voraussicht, mit zahlreichen Werken von Frau Wöllstein geschmückt und einige Torten sind mit ebensolchen Feen verziert. Es bietet sich also reichlich Anschauungsmaterial und Inspiration für das was vor uns liegt.

Los geht es mit fertigem Fondant, der allerdings erst einmal gefärbt werden muss. In kleinen Etappen, damit das Ergebnis nicht misslingt, nähern wir uns dem jeweils gewünschten Farbton an. Dazu ist eifriges Kneten notwendig, was zugleich aber genügend Zeit für Tipps und Ratschläge vom Profi im Umgang mit Fondant, Fachsimpelei und unterhaltsame Gespräche bietet. Die Atmosphäre ist, auch dank der offenen und humorvollen Art von Frau Wöllstein, sehr angenehm. Sie erklärt nebenbei die Verwendung der einzelnen Werkzeuge, gibt Tipps für den passenden Faltenwurf vom Kleid und steht auch sonst allen mit Rat und Tat zur Seite. Meine bildhauerischen Begabungen halten sich wirklich in Grenzen, was sich spätestens bei der Modellierung der Beine meiner Fee in vier (!!) Anläufen zeigt. Sehr praktisch, dass man beliebig oft neu beginnen kann. Mein Respekt vor der nächsten Herausforderung, nämlich dem kleinen Geschöpf auch noch Kopf und ein feines Gesicht zu modellieren, steigt. Aber mit viel Spaß, Humor über auch mal nicht ganz geglückte Teile und großer Begeisterung aller Teilnehmer nehmen unsere Feen nach und nach Gestalt an und die Ergebnisse können sich sehen lassen.

Leider zollt der Körper meiner Fee den Temperaturen des Tages Tribut. Sie sinkt immer weiter in ihren Sessel und am Ende des Tages schaut sie genau so erschöpft aus, wie ich mich fühle. Aber die Freude über die gelungene Primere und die herzliche und lockere Stimmung des Kurses lassen mich alles andere vergessen, so dass ich voller Elan und mit vielen Plänen für künftige Torten, beschwingt Wöllsteins Desserthaus verlasse.

Es hat wirklich großen Spaß gemacht und wenn München nicht so weit weg wäre, dann würde ich kommende Woche bestimmt schon wieder vorbei schauen, denn der eine oder andere Kurs klingt noch sehr vielversprechend.

So, nun wünsche ich euch eine schöne Restwoche, empfehle euch ein paar weitere Impressionen des Nachmittags in München auf Facebook und schicke euch in eine gute (Kuchen-)Zeit!