Craquelin Windbeutel {Erdbeere | Rhabarber | Sahne | Rote Beete}

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Alles, was du hier auf meinem Blog findest ist Gebäck, das uns den Familienalltag versüßt oder in unserem Brotkorb landet. Zu besonderen Anlässen gibt es dann auch gerne mal aufwendigeres Gebäck, eine Torte oder ich probiere etwas ganz Neues aus. Der Craquelin Teig hat mich schon lange fasziniert, vor allem seine Vielfalt. Mit Rote Beete-, Kakao- oder Matchapulver bekommt der schlichte Brandteig das gewisse Etwas und einen leichten Crunch. 

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Passend zur Jahreszeit habe ich mich für eine Erdbeerfüllung mit einem Hauch Rhabarber (dem Curd sei dank) entschieden und ganz klassisch in Kombination mit Schlagsahne.

Zutaten für den Erdbeerkern

  • 250g Erdbeeren
  • 100ml kaltes Wasser
  • 3g Agaragar (Mange nach Packungsanweisung für 250ml Flüssigkeit)
  • 1 Msp. Sumach
  • 1/2 Tl Vanilleextrakt
  • ggf. 1-2 Tl Reissirup (oder ein ähnliches Süßungsmittel) 

Zutaten für den Craquelin Teig

  • 90g Mehl
  • 12g Rote Beete Pulver
  • 90g Puderzucker
  • 75g Butter

Zutaten für den Brandteig

  • 1/4l Wasser
  • 1 Prise Salz
  • 100g Butter
  • 150g Mehl
  • 4 Eier

Zutaten für die Fertigstellung 

  • 250g Schlagsahne
  • 1-2 Tl San Apart
  • ein kleines Glas Rhabarber-Curd oder Rhabarber Marmelade
  • einige Frische Erdbeeren zur Dekoration
  • einige Schokoornamente aus Ruby-Schokolade

Zubereitung

Für den Craquelin Teig alle Zutaten in einer Schüssel zu einem glatten Teig verkneten und diesen für ca. 30 Minten im Kühlschrank ruhen lassen. Den Teig anschließend zwischen Frischhaltefolie sehr dünn ausrollen und nochmals kalt stellen. Erdbeeren putzen und fein würfeln. Agar Agar mit kaltem Wasser nach Packungsanweisung aukochen und zwei Minuten kochen lassen. Die übrigen Zutaten zufügen und gründlich untermischen. Die Erdbeeren in Silikonmulden von ca. 3cm Durchmesser füllen und mind. 4 Stunden kalt stellen. Zum Schluss für 30 Minten einfrieren, dann lassen sie sich problemlos aus der Form holen. 

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Für den Brandteig Wasser mit Milch, Salz und Butter in einem Kochtopf erhitzen. Mehl und Backpulver abwiegen und griffbereit haben, ebenso die Eier. Wenn die Flüssigkeit heiß ist, geht alles ganz fix und darum ist Vorbereitung heute sehr wichtig. Sobald die Milchmischung kocht und sich die Butter vollständig verflüssigt hat, das Mehl auf einmal hinzugeben und sofort mit einem Holzlöffel kräftig rühren. Es sollte ein glatter Teigklos entstehen. Sobald sich der Klos gut vom Topfboden löst und der Boden des Topfes mit einer weißlichen Schicht überzogen ist, kommt der Topf vom Herd und das erste Ei wird mit dem Holzlöffel vollständig und rasch unter den Teig gerührt. Nun den Teig in eine Rührschüssel umfüllen und nach und nach die übrigen Eier unterarbeiten. Nach jedem Ei sollte der Teig wieder vollkommen homogen sein. Den fertigen Teig zur Seite stellen und etwas abkühlen lassen.

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Den Backofen auf 190°C Umluft vorheizen und den Brandteig in einen Spritzbeutel füllen. Das untere Ende vom Beutel abschneiden und pflaumengroße Häuflein auf ein mit Backpapier oder einer Backmatte ausgelegtes Blech spritzten. Aus dem Craquelin Teig Kreise mit ca. 6cm Durchmesser ausstechen und auf jeden Windbeutel einen Craquelin Kreis legen. Sobald der Ofen heiß ist, werden die Profiteroles für ca. 25 – 30 Minuten gebacken. Wichtig ist, dass sie etwas aufgehen und die Oberfläche goldbraun wird. Die genaue Backdauer hängt sehr von der Größe ab, die Farbe auf der Oberseite ist aber ein guter Indikator, ob sie gar sind. Im Zweifel ein Profiterol aus dem Ofen nehmen und waagerecht durchschneiden. Am Ende der Backzeit die Profiterols aus dem Ofen holen und waagerecht mit einer Schere einen Deckel abschneiden. Anschließend alle Teile mit der Schnittfläche nach oben auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. Das dauert nicht lange.

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Während die Profiteroles auskühlen, schlage ich die Sahne. Dazu San Apart nach Anleitung zur bereits kurz vorgeschlagenen Sahne geben und die Sahne solange weiter schlagen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Die Sahne in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen und bereit stellen. 

Je einen Teelöffel Rhabarber Curd auf dem Boden eines Windbeutels verteilen, einen Erdbeerkern und ggf. ein paar frische Früchte dazu geben und mit einer großzügigen Portion Sahne versehen. Den Deckel aufsetzen und nach Belieben mit Schokoornamenten dekorieren. 

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Hoffe, dass ihr die Erdbeersaison genauso genießt wie wir. Habt viel Freude mit diesem Rezept und eine köstliche (Erdbeerkuchen-)Zeit. 

Eure Tine

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Buttermilch-Zitronen-Tarte {Buttermilch | Blaubeere | Lemoncurd | Mohn}

 

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Diese Tarte ist für mich Kindheitserinnerung pur. Im alljährlichen Sommerurlaub, an immer dem gleichen Ort, gab es fast jeden Tag ein Eis. Dieses Eis hat genau so geschmeckt, wie diese Tarte - zumindest in meiner Erinnerung. Buttermilch, Zitrone und eine knusprige Waffel. Statt einer Waffel gibt es hier einen knusprigen Tarteboden mit einem Hauch Mohn, selbst gemachtem Lemon-Curd und einer luftigen Buttermilchmousse. 

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Gerade wenn es warm ist, ist diese Tarte super erfrischend und schmeckt mit ein paar frischen Heidelbeeren extra fruchtig und schaut auch noch optisch hübsch aus. Habt ihr schon einmal „gecurded“? Ich kann es nur wärmstens empfehlen, den selbst gemachtes Curd schmeckt besonders gut und der Phantasie sind einfach keine Grenzen gesetzt. Probiert es doch mal aus. 

Zutaten für die Tarte

  • 180 g Butter
  • 100 g Zucker
  • 1 Ei
  • 300 g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 1 El Mohn
  • getrocknete Erbsen oder andere Hülsenfrüchte zum Blindbacken

Zutaten für die Buttermilch-Mousse

  • 500ml Buttermilch
  • 2 Tl Zitronensaft
  • 2 Beutel Gelatine fix (gemäß Packungsanweisung)
  • 250g Schlagsahne
  • 1 Päckchen Sahnesteif
  • 1-2 El Agavendicksaft

Zutaten für die Fertigstellung  

  • 200g Lemoncurd (selbst gemacht oder gekauft)
  • 50g frische Blaubeeren
  • 1-2 Scheiben Zitrone
  • einige Blättchen Zitronenmelisse oder Minze

Zubereitung

Für den Teig Mehl, Salz und Mohn in einer Rührschüssel mischen. Die Butter in der Mikrowelle oder einem Topf schmelzen, mit einem Schneebesen Zucker und Ei unterrühren. Die Eiermasse zum Mehl geben und alles mit einem Teigschaber zu einem glatten Teig verarbeiten. Den Teig bis zur weiteren Verabeitung bzw. für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. 

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Den Backofen auf 175°C Umluft vorheizen und den Boden einer Tarteform von 35cm Länge mit Backpapier auslegen. Die Tarteform mit dem Teig auskleiden und mit Backpapier belegen. Aus den Teigresten backe ich meist ein paar Kekse. Auf das Backpapier die Hülenfrüchte verteilen und die Tarte für 15 Minuten blind backen. Anschließend Hülenfrüchte und Backpapier entfernen und weitere 5 Minuten backen, bis der Boden goldbraun ist. Die Tarte vollständig auskühlen lassen und aus der Form heben. 

Die Buttermilch mit der Zitrone und der Gelatine nach Packungsanweiung verrühren. Die Sahne mit dem Sahnesteif steif schlagen und vorsichtig unter die Buttermilch heben. Die Creme mit Agavendicksaft abschmecken. Den Boden der Tarte mit dem Lemoncurd bestreichen und die Buttermilchcreme auf dem Curd verteilen. Die Tarte im Kühlschrank für mindestens 4 Stunden fest werden lassen. Mit Beeren, Zitronenstückchen und Minze dekorieren und je nach Jahreszeit leicht gekühlt servieren. 

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Ich hoffe, die Tarte schmeckt euch ebenso gut wie mir und vielleicht weckt sie ja auch bei euch Erinnerungen. Habt eine köstliche (Kuchen-)Zeit!

Eure Tine

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